Honig, Konfitüre, Fruchtsaft: Neue Kennzeichnungsregeln seit 14. Juni 2026
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Um Gesundheitsschutz, Verkehrsfähigkeit und Qualitätssicherheit zu bewahren, ist das Lebensmittelrecht unerlässlich. Mit Gesetzen und Verordnungen will der Gesetzgeber den Umgang mit Lebensmitteln fortwährend auf einem zeitgemäßen Niveau halten.
Nicht nur das Streben nach Verbraucherschutz, sondern auch etliche Lebensmittelskandale zwingen den Gesetzgeber ständig dazu, die Regelwerke rund um das Lebensmittelrecht anzupassen. Dazu gehört die Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV, VO (EU) Nr. 1169/2011), die seit 13.12.2014 gilt und die frühere LMKV abgelöst hat. Sie löste eine Neuetikettierung von Lebensmitteln aus.
Das Lebensmittelrecht bildet Schnittmengen mit etlichen weiteren Rechtsgebieten.

Für Unternehmen sind neben den klassischen Lebensmitteln häufig auch Functional Food, Lebensmittel für spezielle Gruppen (z. B. für besondere medizinische Zwecke) oder Nahrungsergänzungsmittel gewinnbringende Produkte. Eine Herausforderung ist beispielsweise die Abgrenzung gesundheitsbezogener Lebensmittel zu Arzneimitteln oder die Health-Claims-Verordnung (HCVO), deren Einschränkungen vielfach noch nicht abschließend geklärt sind.
Aus juristischer Perspektive gehören Nahrungsergänzungsmittel zu den Lebensmitteln. Sie unterliegen damit den lebensmittelrechtlichen Bestimmungen. Arzneimittel fallen dagegen unter das Arzneimittelrecht. Das Arzneimittelrecht regelt der Gesetzgeber im Arzneimittelgesetz.
Der Gesetzgeber stellt höhere Ansprüche an die Qualität von Arzneimitteln. Sie müssen ein viel strengeres Prüfverfahren durchlaufen als Nahrungsergänzungsmittel.
Der Zweck von Arzneimitteln ist, Krankheiten zu heilen. Nahrungsergänzungsmittel sollen dagegen lediglich die allgemeine Ernährung ergänzen. Ein entscheidender Unterschied liegt also in der Absicht.
Das Kennzeichenrecht unterscheidet sich vom Patent- und Urheberrecht.
Kennzeichenrecht und Patentrecht gehören zum gewerblichen Rechtsschutz für Immaterialgüter; das Urheberrecht ist ihm eng verwandt. Alle diese Rechtsgebiete befassen sich mit dem ausschließlichen Nutzungsrecht des Rechtsinhabers. Das heißt, nur der Rechtsinhaber verfügt über das Ausschließlichkeitsrecht. Dritte dürfen die Rechte nicht ohne Zustimmung des Rechtsinhabers nutzen.
Nutzen Dritte die Rechte trotzdem, obwohl es verboten ist, kann der Rechtsinhaber bei Wiederholungsgefahr gegen den Verletzer auf Unterlassung klagen.
Die Health-Claims-Verordnung (HCVO) soll Angaben zu Lebensmitteln regulieren. Hersteller dürfen nur Nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel machen, wenn diese auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Sie sollen also keine Lebensmittel mit Gesundheitsversprechen anpreisen, die möglicherweise nicht stimmen. Im Fokus stehen Lebensmittel wie Nahrungsergänzungsmittel, die Arzneimitteln ähneln.
Die Health-Claims-Verordnung trat 2007 in Kraft. Zulässig sind grundsätzlich nur zugelassene gesundheitsbezogene Angaben der Unionsliste (VO (EU) Nr. 432/2012). Lediglich für noch nicht bewertete Angaben, insbesondere zu pflanzlichen Stoffen (Botanicals, „on hold“), gelten weiterhin Übergangsregelungen nach Art. 28 HCVO.
Lauterkeitsrecht ist zunächst eine andere Bezeichnung für Wettbewerbsrecht oder Werberecht. Mit dem Lauterkeitsrecht möchte der Gesetzgeber einzelne Werbehandlungen zwischen Marktbeteiligten regeln.
Kartellrecht soll Preisabsprachen zwischen Wettbewerbern verhindern, die den Verbraucher benachteiligen. Das Kartellrecht ermöglicht somit eine freiheitliche Gestaltung der Marktwirtschaft und fairen Wettbewerb.
Wettbewerbsrecht und Kartellrecht bilden Synergien, um den Wettbewerb zu schützen. Wir bezeichnen demzufolge auch Kartellrecht teilweise als Wettbewerbsrecht.
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Lebensmittelrecht soll den rechtlichen Rahmen für Produktion und Vertrieb von Lebensmitteln bieten (Verkehrsfähigkeit der Lebensmittel, Kennzeichnungspflichten).
Um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen, die zum Beispiel durch Lebensmittelkrisen bedroht wird, ist das Lebensmittelrecht (u. a. LFGB, VO (EG) Nr. 178/2002) unbedingt erforderlich.
Durch Qualitätsanforderungen und Täuschungsschutz soll das Lebensmittelrecht den Wettbewerb zuverlässig auf den Lebensmittelmärkten regeln.
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